24.05.2017 - Das Projekt „Logenplatz“ überzeugte die Jury am besten

Am 24. Mai stellte die Sigristenhaus AG die Ergebnisse eines Projektwettbewerbes vor. Das Siegerprojekt betreffend Neubau Sigristenhaus kann nun bis am 2. Juni im Restaurant Sigristenhaus besichtigt werden.

Das Siegerprojekt Logenplatz. Auf der grossen Terrasse kann man vom Restaurant Sigristenhaus auf den Kirchplatz, die Dorfstrasse und in die Berge blicken. Bild: HPK Architekten AG

Grosse Spannung am Mittwochabend in der Mehrzweckhalle von Illgau: Zirka 100 Besucherinnen und Besucher liessen sich aus erster Hand über die Ergebnisse eines Projektwettbewerbes betreffend Neubau Sigristenhaus informieren. Das grosse Interesse ist verständlich, denn beim geplanten Projekt gehts um nichts Geringeres als um das künftige Aussehen und die Funktionsweise des Illgauer „Dorfzentrums“. Das einzige Dorfrestaurant ist bekanntlich seit Generationen die wichtigste Begegnungsstätte in der Gemeinde. Der Altbau mit den Nebengebäuden Posthaus und „Zwischenbau“ gehörte bis am 1. September 2014 der Gemeinde und ging damals an die neu gegründete Sigristenhaus AG über. Im geplanten Neubau ist auch das benachbarte „Dörflihaus“ einbezogen, von welchem die AG das Baurecht erwerben konnte.

„Tätschhaus“ mit zwei seitlichen Neubauten

Sechs Architekturbüros waren eingeladen worden, ein Projekt für den Neubau einzureichen. Zu den zentralen Vorgaben des Wettbewerbes gehörte, dass das 1774 erbaute denkmalgeschützte Sigristenhaus praktisch unverändert bestehen bleibt. Das gut erhaltene typische „Tätschhaus“ soll sich architektonisch deutlich von den neugeplanten Nebengebäuden, dem „Posthaus“ und dem „Dörflihaus“, abheben. Diese Aufgabe zu lösen, war für die Wettbewerbsteilnehmer recht anspruchsvoll, denn das Haus steht auf ziemlich engem Raum zwischen dem Bettbach, der Kirche und der Dorfstrasse. 

Saal für 100 Personen geplant

An das Raumprogramm wurden folgende Wettbewerbs-Anforderungen gestellt: Es soll eine Gaststube für 30 Personen, einen Saal für 100 Personen sowie eine leistungsfähige Küche geben, auch zwei Familienzimmer, drei Doppelzimmer, eine Bar (Multifunktionsraum), einen Raum fürs Kirchensekretariat, eine öffentliche WC-Anlage, Technik- und Lagerräume sowie einen Lift über alle Stockwerke.

„Sigristenhaus ist eine Herzensangelegenheit“

Die sechsköpfige Jury prüfte im April die eingereichten Projekte namens „Chrüzlistreich“, „Logenplatz“, „Juuz“, „einszweidrei4“, Arche oder Schlucht. „In den sehr engagierten Diskussionen des Preisgerichtes hat man gespürt, dass den Illgauerinnen und Illgauern ihr Sigristenhaus sehr ans Herz gewachsen ist“, erklärte der Vorsitzende des Fachpreisgerichtes, Architekt Jean-Pierre Deville aus Luzern anlässlich der Projekt-Vernissage. Auch für die Jury war es ein äusserst spannender Moment, als nach der anonymen Bewertung die Namen der Architekturbüros gelüftet wurden. Das Siegerprojekt heisst „Logenplatz“ und wurde von der HPK Architekten AG aus Einsiedeln ausgearbeitet. Es scheint nicht überdimensioniert zu sein, verfügt über ideale Betriebsabläufe und besticht mit einer grossen Terrasse gegen den Kirchplatz hin. Weniger gut kam die Fassade des neu geplanten „Dörflihauses“ an und soll anders gestaltet werden. „Auch die restlichen Projekte gaben der Jury wertvolle Denkanstösse. Die Arbeit war keineswegs vergebens“, erklärte Othmar Reichmuth, VR-Präsident der Sigristenhaus AG. „Nun geht es darum, das Projekt weiterzuentwickeln und die Kosten zu analysieren“, so Reichmuth. Das Siegerprojekt ist bis am 2. Juni im Restaurant Sigristenhaus ausgestellt. Der Baubeginn ist voraussichtlich im Jahr 2019 geplant. Interessenten können schon jetzt bei der Sigristenhaus AG eine Absichtserklärung zur Zeichnung von Aktien einreichen.

Anmerkung: Der Bericht des Preisgerichtes kann auf der Startseite dieser Homepage angesehen bzw. heruntergeladen werden.

Guido Bürgler

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