01.12.2107 - Neues Buch von Emil Bürgler erschienen - „Unterwegs durch Jahrhunderte“ - "Haus- und Hofgeschichten Illgau"

Lokalhistoriker Emil Bürgler veröffentlichte soeben ein neues Buch. Darin befasst er sich eingehend mit der Siedlungsgeschichte von Illgau. Jedes Heimwesen ist beschrieben.

Emil Bürgler erforschte über 30 Jahre lang die Siedlungsgeschichte von Illgau. Nun fasste er die Ergebnisse in einem handlichen Buch zusammen. Bild: Guido Bürgler

Emil Bürgler, der ehemalige Posthalter von Illgau, ist eine vielseitig interessierte und kreative Persönlichkeit. Ist er mal von einer Idee überzeugt, geht er mit viel Herzblut und Geduld ans Werk und lässt nicht mehr locker, bis er sein Ziel erreicht hat. Dies kann Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern. So schuf er zum Beispiel ein grosses Relief der Glattalp oder veröffentlichte ein Liederbuch mit dem Titel „Lieder, die meine Schwestern sangen“. Nun kann der 76-jährige rüstige Rentner sein neustes Werk präsentieren. Es ist ein stattliches Buch mit dem Titel: „Unterwegs durch Jahrhunderte  - Haus- und Hofgeschichten Illgau“. Hat zu diesem Thema aber nicht schon Kaplan Alois Gwerder viel geschrieben? „Ja, das stimmt, der Kaplan hat in seiner Liegenschaftsgeschichte Band 5 im Jahr 1997 eine sehr informative gute Basis gelegt“, erklärte Emil Bürgler auf Anfrage. In diesem Band habe der Kaplan jedoch einen ganzen Ordner voller Informationen verwenden dürfen, die Emil Bürgler damals bereits über die Heimwesen und Bewohner von Illgau gesammelt hatte. In neuer Gestaltung (B5-Format) und 285 Seiten stark, wird das Buch für all jene eine grosse Bereicherung sein, die sich für die Geschichte von Illgau interessieren.  Es ist in grosser, leserfreundlicher Schrift geschrieben und enthält auch einige Anekdoten und weiteren Lesestoff zum Schmunzeln. So kann man zum Beispiel nachlesen, dass der Schwyzerörgelispieler Paul Betschart sen. (ds Franzä Pauli) von 1932 bis 1937 exakt 82 Auftritte absolviert hatte. Paul hatte nämlich fein säuberlich aufgeschrieben in welcher Stube er wie oft musizierte.

Frauen werden mit Bildporträts gewürdigt
Im ersten Teil beschreibt der Autor das heutige Siedlungsgebiet von Illgau im Hochmittelalter, damals „Ylgöw“ genannt. „Ich forschte und schrieb nach bestem Wissen, trotzdem aber ist es kein wissenschaftliches Buch“, sagt der Lokalhistoriker. Im zweiten Teil beschreibt Bürgler die Dorfgeschichte von 1341 (erstes schriftliches Dokument) bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Jedes Heimwesen ist auf ein bis zwei Seiten beschrieben. Ergänzend ist jeder Hof mit einer kleinen Grafik, einer Foto des Hauses und einem Frauen-Porträt dokumentiert. „Es war mir  ein Anliegen, auch die Illgauer Frauen zu würdigen. Sie waren die unbekannten, stillen und treuen Mütter grosser Familien“, sagt Emil Bürgler. Deshalb hat er bei jedem Heimet das älteste Foto einer Frau veröffentlicht, die er auftreiben konnte.
Schön beschrieben sind auch die Illgauer Kapellen und Alpen sowie die Genossame. Abgerundet wird das Buch mit einem neuen Lied, das aus der Feder des Buchautors stammt. Es heisst „Illgau, my Heimat“ und zeugt – genau wie das Buch selbst - von der grossen Verbundenheit des „Post-Emils“ zu Land und Leuten seiner Heimat.
Hinweis: Das Buch kann bei Emil Bürgler, Haus im "Arni", 6434 Illgau, bezogen werden. Tel. 041 830 19 89 oder per E-Mail emilio1bluewinch

Guido Bürgler

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