31.12.2017 - Viele Musikfreunde genossen den 10. Ländlersunntig

Muotathal/Illgau - Der Verein Giigäbank organisierte am Silvester den 10. Muotathaler Ländlersunntig. In vier voll besetzten Restaurants spielten insgesamt zehn bekannte Formationen auf. Illgau war mit der Kapelle Illgauergruess, sowie mit Nadja und Fredy Heinzer (Formation Remo Gwerder-Franz Schmidig) sowie Juuzer Beni Betschart vertreten. Das Publikum stammte aus der ganzen Deutschschweiz.

Die bekannte - 1970 gegründete - Kapelle Illgauergruess spielte in den Restaurants Fluhhof (Bild) und im Alpenrösli auf. Von links: Walter Rickenbacher, Sepp Lagler, Kapellmeister Sebi Heinzer und Christian Rickenbacher. Bild: Guido Bürgler

„Dank dem Internet weiss man heutzutage, wo und wann im ganzen Land gute Volksmusik geboten wird“, meinte eine Besucherin aus dem Laufental im Restaurant Fluhhof. Sie habe nämlich auf diesem Weg vom 10. Ländlersunntig in Muotathal erfahren, und sei mit ihrem Mann per ÖV angereist. Dem Paar aus dem Baselbiet gefiel denn auch die urchige heimelige Atmosphäre ausgezeichnet. Der bodenständige Anlass, der zum 10. Mal über die Bühne ging, war ein weiteres Mal vom Verein Giigäbank organisiert worden. Dieser setzt sich für die Erhaltung und Förderung der Volkskultur in Muotathal und Illgau ein.

Pro Restaurant traten erstmals vier statt zwei Formationen auf

Von 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr wurde in den vier beteiligten Restaurants Fluhhof, Alpenrösli, Post und Alpenblick mit grosser Leidenschaft musiziert. Neu war dieses Jahr, dass in jedem Restaurant vier statt zwei Formationen aufspielten. Dazu erklärte Vereins-Präsident Daniel Heinzer: „Wir vom Verein Giigäbank erhielten recht viele positive Rückmeldungen aus dem Publikum. Vermutlich werden wir diese Neuerung auch in Zukunft beibehalten.“ Die zehn Formationen traten in verschiedenen instrumentalen Besetzungen auf. Dies ergab einen guten Musikmix. Mal klang es schön gemütlich, dann „lüpfig wiä nä chogä“ oder recht virtuos. Wer spielte auf? Dies waren die Kapellen Illgauergruess und Adlergruess, dann die Handorgel- und Schwyzerörgeli-Duos Tanzboden und Dolfi Rogenmoser-Friedel Herger, im Weiteren die Handorgelduos Remo Gwerder-Franz Schmidig (mit Nadja Heinzer, Klavier, und Fredy Heinzer, Bass) sowie die Toggeburgerbuebe, die schon seit 50 Jahren gemeinsam unterwegs sind. Für urchige Schwyzerörgelimusik sorgten das Echo vom Schattenhalb und die am weitesten angereiste Formation: das Schwyzerörgeliduo Thomas und Werner Aeschbacher aus dem Bernbiet. Das „Tüpfli auf dem i“ war ein Auftritt der bekannten einheimischen Naturjuuzer-Gruppe „Natur pur“ in allen Restaurants. Dort wirkt bekanntlich auch der in Illgau wohnhafte Beny Betschart mit.

Das Jubiläum wurde abends bei urchiger Musik gefeiert

Vier Giigäbankvorstandsmitglieder moderierten die Auftritte der Musikformationen mit Sachkenntnis und Humor. Dies taten Stefan Bügler (Fluhhof), Franz Föhn (Alpenrösli), Friedel Herger (Post) und Jolanda Schmidig (Alpenblick). Das Publikum schätzte nebst der Musik auch die währschafte Kost in den vier Ländler-Lokalen.  Da es Silvester war, wurde der Ländlersunntig heuer nicht mit einer Stubete abgeschlossen. Jedoch feierte der Giigäbank-Vorstand zusammen mit vielen Ländlerfreunden das kleine runde Jubiläum abends im Gasthaus Post. Hier unterhielt das Handorgelduo Alois Ulrich-Philipp Aggeler mit Theo Bürgler am Bass die Gäste bestens mit urchiger, rassiger Ländlermusik.
Infos zum Verein Giigäbank finden Sie hier.
Guido Bürgler

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