12.02.2018 - Illgauer Sennenkilbi im Schneegestöber

„Illgauer Sännächilbi“, so heisst ein lüpfiger Ländler von Toni Bürgler. Am Güdelmontag fand die neuste Ausgabe des beliebten Anlasses statt.

Sennenpräsident Beat Heinzer (vorne) und Vize Ruedi Gnos erschienen verspätet auf dem Platz. Grund: Sie waren im Hölloch eingeschlossen. Bild: Guido Bürgler

Obwohl es weit in den Vormittag hinein kräftig schneite, genossen viele Leute den urchigen und fasnächtlich geprägten Anlass. Nach dem Sennengottesdienst (Ländlermesse) fand ein kleiner bunter Umzug durchs Dorf statt. Vom Sennenwagen aus verteilte der Sennenvorstand Orangen und Süssigkeiten. Etliche grosse und kleine Sennenpärli setzten in ihren rot-schwarz-weissen „Gwändli“ farbenfrohe Akzente. Auch eine Herde Originalbraunvieh, die Bettbachfischer (Kindergartenkinder), „Stoosbähnler“, ein Lovemobile, ein Wagen mit der Aufschrift „Wolf und Luchs – nein danke“ und weitere tolle Nummern bereicherten den Umzug.

 

Fünf lustige  „Stückli“ sorgten für Heiterkeit

 

Nach dem Umzug strömten viele Schaulustige auf den Kirchplatz, wo Sennenpräsident Beat Heinzer fünf Stückli ansagen konnte. Wie immer wurden die Muotathaler Gäste mit einem speziellen Gruss willkommen geheissen, und diesmal einige per Apell namentlich aufgerufen (Zinglä-Bär, usw.) Das Publikum amüsierte sich prächtig an den lustigen - teils turbulenten – Darbietungen. Die Stückli, die zehn bis 15 Minuten dauerten, hiessen wie folgt:  „Burg zu verkaufen“, „Öppis Gfreuts“, „Gäuerlen wird olympisch“, „Stoosbahn“ und „Ds Dritt isch einä zwenig“. Im Stückli Stoosbahn wirkten zur Freude der Zuschauer Landammann Othmar Reichmuth und seine zwei Söhne mit. Auch Stücklispieler-Urgestein Josef Bürgler (Alpägrüässler) war heuer wieder mal auf dem Platz zu sehen und begeisterte das Publikum. Zwischen den Stückli wurde mit Geisslechlepfen, Fahnenschwingen, Gäuerlen und Juuzen das Brauchtum gepflegt.

 

Vielfältiges Unterhaltungsprogramm

 

Der zweite Teil der Sennenkilbi ging am Nachmittag in der Mehrzweckhalle Ilge über die Bühne. Nach dem Sennenmahl präsentierte der Sennenvorstand ein vielfältiges volkstümliches Unterhaltungsprogramm. Nebst der Feldmusik und dem Jodlerklub Illgau erfreuten auch folgende Formationen das Publikum: die Zithergruppe Illgau, Büchelbläser Toni Bürgler (Buoflen), die Kapelle Illgauergruess, das Jodeltrio Heimat-Gruess und „das Echo vom Tauisberg“ mit dem erst elfjährigen Michael Heinzer, dessen Vater Josef und mit Grossvater Walter Inauen aus Appenzell (Bass). Bei solch lüpfigen Klängen „lüpfte“ es buchstäblich einige Sännäbuebä, Senntenbauern und Sennenfreunde von ihren Stühlen. Sie sprangen auf die Bühne und präsentierten das Gäuerlen in schönster Manier. Besonders Gäuerler Alois Bürgler (Buoflä Wisi) begeisterte mit seinen 88 Jahren das Publikum mit seinem Können. Zwischen den volkstümlichen Darbietungen wurden mehrere lustige Einlagen (Sketches) präsentiert. Abends spielte Rolf Bürgler mit seinen Ländlerfreunden zum Tanz auf, und als Einlage begeisterte die Katzenmusik Illgau die vielen Festbesucher.

Beat Bürgler hat zahlreiche schöne Fotos von der Sennenkilbi gemacht.

Guido Bürgler

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