19.05.2018 - Online-Plattform für Produkte aus der Region Muotatal geplant

Der Verein „Üses Muotital“ fördert zukunftsgerichtete Projekte in Muotathal, Illgau und Morschach/Stoos. Gegenwärtig befasst er sich zum Beispiel mit der Lancierung einer Online-Plattform für regionale Produkte oder mit der Reaktivierung des Pragelbusses.

Walter Gwerder, Initiant des Weges der Schöpfung (links), und Markus Bürgler, Co-Präsident der Stoos-Muotatal Tourismus GmbH, welche vom Verein Üses Muotital zweckgebunden 11‘000 Franken zugesprochen erhielt. Bild: Guido Bürgler

Region Muotatal.- Der Trägerverein „Üses Muotital“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Region des ganzen Muotatals nachhaltig zu fördern. Die Trägerschaft und Projektverantwortung (Netzwerk) liegt beim Verein sowie den Gemeinden Muotathal, Illgau und Morschach/Stoos, welche den Verein und damit das Netzwerk alljährlich mit einem finanziellen Beitrag unterstützen. Nun trafen sich am 17. Mai rund ein Dutzend Mitglieder in der „Husky-Lodge“ zur GV, die von Präsident Simon Schelbert souverän geleitet wurde. Projektleiter Emil Gwerder erklärte, dass es von einer guten Idee bis zu deren Umsetzung oftmals ein jahrelanger steiniger Weg sei. Man müsse immer wieder bei Behörden, kantonalen Ämtern und Verbänden vorstellig werden. „Doch steter Tropfen höhlt den Stein“, so das Motto des gut vernetzten Projektleiters.

Der Pragelbus soll wieder fahren
Fürs Jahr 2018 steht dem Verein Üses Muotital ein Budget von 24‘000 Franken zur Verfügung. In Planung ist derzeit die Lancierung einer Online-Plattform für regionale Produkte aus Muotathal, Illgau und Morschach. Die Palette soll dereinst nebst Möbeln und Designobjekten auch Lebensmittel und traditionelle handwerkliche Produkte umfassen. Demnächst werden verschiedenste Betriebe und Handwerker kontaktiert. Eine Herausforderung wird der spätere Unterhalt des Webshops sein. Ein weiteres Projekt befasst sich mit der touristischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit auf der gesamten „Pragel-Achse“ – vom Muotathal bis Klöntal. Eines der Hauptziele ist die Mobilitätslösung auf der Pragelstrasse. Eine Reaktivierung des Pragelbusses wird ins Auge gefasst. „Unsere Glarner Gesprächspartner haben sich in ersten Gesprächen sehr kooperativ gezeigt“, erklärte Gemeinderat Theo Pfyl. Zwei weitere Projekte befassen sich mit einem zentralen modernen Käselager in der Stollenanlage beim Schlattli und dem besseren Schutz der Wanderer vor Naturgefahren (Klimawandel). Zu diesem Zwecke wurde in Zusammenarbeit mit der Dachorganisation der Schweizer Wanderwege und der Fachorganisation Urner Wanderwege eine Interessensbekundung an das "Bafu" eingereicht, um sich mit dem Thema näher zu befassen.

 

Weg der Schöpfung erzielte nicht gewünschte Wirkung

An der GV wurden alle traktandierten Geschäfte gutgeheissen. Die Rechnung schloss mit einem kleinen Verlust ab. Das Projekt „Weg der Schöpfung“ erzielte leider nie die gewünschte Wirkung. Deshalb wurde beschlossen, das entsprechende Konto aufzulösen, und den verbleibenden Betrag in der Höhe von 11‘000 Franken zweckgebunden an die Stoos-Muotatal Tourismus GmbH zu übertragen.

Guido Bürgler

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