02.10.2018 - Das zweite Berg-Trial dauert zwei Tage

Hoch oben in Illgau findet am 6. und 7. Oktober das 2. SAM Berg-Trial statt. 50 bis 70 „Töfffahrer“ aus der ganzen Schweiz zeigen ihr Können beim Überwinden von natürlichen Hindernissen im Gelände.

Am nächsten Samstag und Sonntag, 6./7. Oktober, findet in Illgau das zweite SAM Berg-Trial statt. Wettkämpfer aus dem ganzen Land zeigen ihre Fahrkünste. Archivbild: Guido Bürgler

Im Gebiet Grossweid/Hochweid – weit oberhalb des Dorfes Illgau – ist das Weideland mit vielen grossen Steinen durchsetzt. Im letzten Oktober organisierte dort der MSC Innerschweiz – eine Sektion des Schweizerischen Auto- und Motorradfahrer-Verbandes – erstmals ein Berg-Trial. Die „Töfffahrer“ mit ihren leichten Maschinen hatten – trotz nassem und glitschigem Gelände - sichtlichen Spass beim Absolvieren des Parcours, und den Zuschauern wurde spannender Motorsport geboten. Aufgrund dieses Erfolges lädt nun das gleiche OK am nächsten Samstag und Sonntag zum 2. SAM Berg-Trial ein. Dieses dauert also einen Tag länger als 2017. Das Trial zählt für alle SAM Klassen zur Schweizer Meisterschaft. Der Parcours liegt auf ca. 1200 m ü. M. und beinhaltet zehn Sektionen mit natürlichen Hindernissen. Jeder Fahrer absolviert sowohl am Samstag als auch am Sonntag drei Runden. Jeder Tag wird einzeln gewertet, es gibt also zwei Meisterschaftsläufe mit je einer Siegerehrung. Auch Gast-Starter und „Enduristen“ sind herzlich Willkommen. Die Anmeldung erfolgt auf Platz. Beim Wettkampfgelände befindet sich ein Trainingsgelände, das von jedermann genutzt werden darf. Die Wettkämpfe finden an beiden Tagen von 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 13.30 bis 17.00 Uhr statt. Die Festwirtschaft ist am Freitag ab 17.00 Uhr geöffnet. Am Samstag und Sonntag jeweils ab 9.00 Uhr. Die Kleinen Gäste können sich bei schönem Wetter in der Hüpfburg austoben. Am Samstagabend sorgt das Acoustic-Trio Overhead für Stimmung im Festzelt.

Geschicklichkeit steht im Vordergrund

Gemäss OK-Präsident Sandro Micheletto werden am 2. Berg-Trial 50 bis 70 Athleten erwartet. „Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Wir freuen uns sehr auf die spannenden Wettkämpfe, bei denen die Geschicklichkeit der Fahrerinnen und Fahrer im Vordergrund steht“, so Micheletto. Und wie gelangt man zum Berg-Trial? Entweder mit dem Auto oder per ÖV (Bus und Seilbahn) bis Dorf Illgau. Ab der Mehrzweckhalle Ilge fahren Shuttle-Busse zum Wettkampfgelände.

Was ist ein Trial-Motorrad?

Ein Trial-Motorrad ist in der Regel ein nicht strassenzugelassenes Sportgerät in den Hubraumklassen zwischen 50 und 300 cm3. Der leichte „Töff“ wird auf den Fussrasten stehend gefahren. Es gibt deshalb keine Sitzbank, sondern nur eine Sitzmulde. Ebenso ist der Lenker von Höhe und Form an diese Fahrweise angepasst. Der Tank ist zugunsten der Handlichkeit sehr klein. Da das Trial nur zwischen 60 und 70 Kilo wiegt, und der Schwerpunkt sehr tief liegt, kann es fast wie ein BMX-Fahrrad oder ein Mountainbike unter dem Körper bewegt werden. Die Reifen sind mit Stollen versehen und werden mit sehr niedrigem Luftdruck gefahren, damit sich die Lauffläche optimal an den Untergrund angleichen kann.

Guido Bürgler

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