01.09.2019 - „Ich will den Menschen sagen: Ich bin hier für euch.“

Am Sonntag, 1. September, wurde Vikar Biju Thomas, der neue Seelsorger von Illgau, herzlich willkommen geheissen.

Zahlreiche Gläubige begrüssten am Sonntag, 1. September, den neuen Seelsorger von Illgau, Vikar Biju Thomas. Thomas ist nicht etwa der Vorname, sondern der Nachname des Priesters. Bild: Guido Bürgler

Bei einem Apéro auf dem Kirchplatz kam Vikar Biju (sprich Bidschu) mit zahlreichen Gläubigen ins Gespräch. Zuvor hatte in der Pfarrkirche ein festlicher Begrüssungsgottesdienst stattgefunden. Der aus Indien stammende Priester begann seine Predigt mit Humor und rief zu Bescheidenheit und Menschlichkeit auf. Alle Menschen sässen im gleichen Boot, meinte er. Kirchgemeindepräsident Markus Vogler begrüsste am Schluss der Messe den neuen Seelsorger im Namen der ganzen Pfarrei mit herzlichen Worten. Und von Herzen dankte er dem bisherigen Seelsorger Edgar Brunner, der aus gesundheitlichen Gründen auf Ende Juli gekündigt hatte. Brunner bleibt aber weiterhin Pfarradministrator und wirkt noch als Aushilfspriester im Bergdorf.

 

Via Mailand und Frankfurt nach Muotathal und Illgau

Biju Thomas ist seit Anfang August in einem Teilzeitpensum angestellt. Er ist 47 Jahre alt und wohnt im Pfarrhaus von Illgau, wo es ihm gut gefällt. Nach der Priesterweihe im Jahr 1999 wirkte er bis 2015 in seinem Heimatland. Nach kurzen Abstechern nach Mailand und Frankfurt ist er seit 2018 in der Pfarrei Muotathal tätig und dabei insbesondere für die Kaplanei Ried zuständig. Im Gespräch mit dem „Bote der Urschweiz“ erzählte der Vikar einiges aus seinem Leben. Er komme aus Südindien, aus der Hauptstadt des Bundesstaates Kerala. Im Stadtteil, in dem er aufgewachsen sei, hätten viele Familien einen kleinen Landwirtschaftsbetrieb, sagte er. „Meine Eltern sind Bauern, und sie leben noch. Ich habe zwei Brüder.“ Er sei schon immer daran interessiert gewesen, verschiedene Menschen und Kulturen kennenzulernen. Daher seien Weltgeschichte und Politik zwei Bereiche seines Masterstudiums gewesen. Und was ist ihm besonders wichtig bei der priesterlichen Tätigkeit? „Ich bin hier für euch. Das will ich den Menschen sagen.“ Manchmal könne ein liebevolles Wort oder ein Lächeln einen Menschen trösten. „Ich möchte alle meine seelsorgerischen Dienste mit Liebe tun. Aus Liebe zu Gott und den Menschen“, betonte der Vikar. Und auf die Frage, ob er einen Lieblings-Heiligen habe, sagte er: „Ja, Maria, die Muttergottes, und dann den Heiligen Josef.“

 

Neuer Sakristan – oder eine Sakristanin – gesucht

Das "Sigristenpaar" Friedrich und Annamarie Bürgler, Birkli, hat nach 40 Jahren im Dienst der Pfarrei Illgau auf Ende 2019 gekündigt. Der Kirchenrat Illgau bedankte sich kürzlich in einem Schreiben an die Bevölkerung recht herzlich bei Friedrich und Annamarie für die geleistete Arbeit und die unzähligen ordentlichen und ausserordentlichen Einsätze zum Wohle der Bevölkerung.“ Auf die Stellenausschreibung eines Sakristans oder einer Sakristanin habe sich bis jetzt leider noch niemand gemeldet, erklärte Kirchgemeindepräsident Markus Vogler am 1. September. Der Kirchenrat hoffe aber, die Stelle ab 1. Januar 2020 neu besetzen zu können.

 

Auch Oswald Bürgler hat gekündigt

Für die Pfarrei Illgau ist auch der Wegzug von Oswald Bürgler ein herber Verlust. Im Infoschreiben des Kirchenrates vom 17. August an die Bevölkerung steht Folgendes geschrieben: „Oswald Bürgler hat auf den 31. Juli 2019 gekündigt. Er möchte sich beruflich verändern und hat eine neue Herausforderung im Kloster Einsiedeln angenommen. Oswald hat in den letzten 25 Jahren mit seinen vielseitigen Tätigkeiten (Organist, Katechet, Firmweg, Familiengottesdienste, Ministranten-Betreuung, Kirchenreinigung, Blumenschmuck, usw. in der Pfarrei seine Spuren hinterlassen. Für alles was er in den letzten 25 Jahren für die Pfarrei geleistet hat, möchten wir Oswald Bürgler herzlich danken. Beruflich und auch privat wünschen wir Oswald alles Gute.“

Guido Bürgler

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